Orgeln

 
In der katholischen Kirche St. Petrus und Paulus in Neuhausen auf den Fildern befinden sich zwei Orgeln. Die Hauptorgel Opus 126 wurde 1854 von dem Ludwigsburger Orgelbauer Eberhard Friedrich Walcker erbaut. Sie besitzt 2 Manuale und 32 Register. Das Orgelpositiv mit einem Manual und 6 Registern erbaute Hieronymus Spiegel aus Rottenburg am Neckar im Jahr 1762.
 
Detaillierte Informationen über unsere Orgeln erhalten Sie auf der Homepage des Orgelförderkreises.
 

Die Orgel von Eberhard Friedrich Walcker

Ludwigsburg, erbaut 1854


2 Manuale, mechanische Kegellade, 32 Register

Erbaut als Opus 127 in die neue, große Pfarrkirche Neuhausens.
Eingriffe in den Jahren 1900, 1922 und 1960 durch Fa.Weigle, Echterdingen. Im Rahmen der Kirchenumgestaltung ab 1960 wurden das historische
Gehäuse entfernt und 7 Register ausgetauscht. Die gesamte Mechanik, der Spieltisch sowie 25 Register blieben original erhalten. In den Jahren 2004 -2005 wurde das Instrument in einem aufwändigen Verfahren und nach intensiven fachlichen Beratungen durch die Orgelkommission von Fa. Hermann Eule Orgelbau, Bautzen/Sachsen restauriert und erhielt eine neue Gehäusefassung in Anlehnung an das Original von 1854.
Fehlende Register wurden nach Walcker-Vorbild rekonstruiert und abgeschnittene Pfeifen angelängt, so dass das Instrument wieder in seiner ursprünglichen Stimmtonhöhe
von A=438 Hz und romantischen Klangfülle ertönt. Von der ersten Planung der Restaurierung bis zur Wiedereinweihung am 26.Juni 2005 vergingen insgesamt
10 Jahre. Von den ursprünglich 277 Instrumenten E.F.Walckers in aller Welt stellt die Orgel von Neuhausen die einzig größere erhaltene Orgel mit originaler Kegellade und Mechanik dar! 

Disposition

Restaurierung 2004 – 2005 durch Fa. Hermann Eule Orgelbau GmbH, Bautzen Sachsen

1.Manual 2. Manual Pedal
Prinzipal 16´ Bourdon 16´
Prinzipal 16´
Prinzipal 8´ Prinzipal 8´ Violonbass 16´
Flöte 8´ Dolce 8´ Subbass 16´
Gedeckt 8´ Harmonica 8´ Posaune 16´
Salicional 8´ Gedeckt 8´ Oktavbass 8´
Gambe 8´ Fagott-Clarinett 8´ Violoncell 8´
Trompete 8´ Fugara 4´  
Oktave 4´ Rohrflöte 4´  
Gemshorn 4´ Flöte 4´  
Traversflöte 4´ Oktave 2´  
Oktave 2´ Cornett 3 fach 2 2/3´  
Quintflöte 5 1/3´    
Quinte 2 2/3´    
Mixtur 5 fach 2 2/3´    
Scharff 3 fach 1´    

 

Spielhilfen

  • Koppeln I/Ped II/Ped II/I
  • 6 feste Kombinationen
  • Zuschaltbarer Barkerhebel
  • Mechanische Kegellade

 

Das Orgelpositiv von Hieronymus Spiegel

Rottenburg am Neckar, 1762


1 Manual mit kurzer Oktav, 6 Register

Das Orgelpositiv wurde ursprünglich für die Liebfrauenkapelle Neuhausen gebaut und steht seit über 2 Jahrzehnten in der Pfarrkirche, wo es als Chororgel dient. 1977 wurde es durch Fa. Weigle saniert und bereits zum zweiten Mal farblich verändert. Allerdings wurden die historischen Pfeifen nicht mehr eingebaut – zum Glück aber eingelagert.
Wenngleich ein externer Elektromotor angebracht wurde, ist die originale Balganlage des Instruments auch heute noch vorhanden und in Funktion.
Im Jahre 2005 wurden die originalen Pfeifen durch Fa. Eule, Bautzen restauriert und wieder eingebaut, sodass das Orgelpositiv wieder in seiner ursprünglichen
Tonhöhe des barocken Kammertons von A=415 Hz erklingen kann. Das Gehäuse erhielt ebenfalls eine neue, dem Original entsprechende Farbfassung.