Der Islam in der Krise - Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug

05.03.2018 | 12. April | 19.30 Uhr | Gemeindehaus St. Petrus und Paulus

Der Islam scheint selbstbewusst zu expandieren. Doch das Gegenteil ist der Fall. Der Religionswissenschaftler Michael Blume erklärt das Szenario als Symptom einer weltweiten tiefen Krise des Islams. Er zeigt: Es ist nicht einmal mehr klar, wie viele Muslime es tatsächlich noch gibt.

 

Referent:     Dr. Michael Blume, Religionswissenschaftler, zuständig für die nichtchristlichen Religionen und Minderheiten in Baden-Württemberg, war Gründungsvorsitzender der Christlich-Islamischen Gesellschaft

Ort:            Katholisches Gemeindehaus, Neuhausen auf den Fildern, Klosterstraße 8

Datum:       Donnerstag, 12. April 2018

Beginn:       19.30 Uhr

Blume verweist auf massive Säkularisierungsprozesse in des islamischen Welt. Er benennt, was die einstige Hochkultur in Krisen und Kriege stürzen ließ. Die bis heute reichende Bildungskrise der islamischen Zivilisation wurde im 15. Jahrhundert eingeleitet. Faktisch werden viele arabisch-islamische Staaten nur am Leben erhalten durch den Ölverkauf, der demokratische Entwicklungen erstickt. Mangels einer schlüssigen Erklärung für den Niedergang übernehmen zahlreiche Muslime Verschwörungsmythen aus dem Westen und befördern damit weitere Akte terroristischer Gewalt.

Sein Buch bietet eine Chance, die Krise des Islams und die Konflikte zwischen den Kulturen besser zu verstehen und gemeinsam zu neuen Lösungswegen zu kommen.


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